EU-Roaming: Richtlinien 2011

Seit dem 30. Juni 2009 wurden die Roamingkosten innerhalb der EU weiter vereinheitlicht und gesenkt. Somit ist Telefonieren im Ausland wesentlich billiger geworden als noch vor wenigen Jahren. Dennoch fühlen sich viele Menschen nach wie vor unwohl, wenn sie im Ausland ihr Handy benutzen oder im Internet surfen. Im Folgenden eine Definition von Roaming, eine Übersicht der wichtigsten Neuerungen und Richtlinien zum EU-Roaming sowie aktuelle Ereignisse zum Thema Roaming im Ausland.

Was ist Roaming eigentlich?

Roaming bezeichnet schlicht und einfach die Verwendung eines ausländischen Mobilfunknetzes zum Telefonieren (oder Surfen) mit dem inländischen (in unserem Fall österreichischen) Handy (oder einem anderen mobilen Gerät). Dabei fallen zusätzlich zu den eigenen noch die fremden Kosten an. Da Österreich mit dem Ausland Verträge besitzt, ist es für uns möglich, unsere Handys und anderen mobilen Geräte auch außerhalb Österreichs zu verwenden und das zu einigermaßen günstigen Preisen. Diese werden über den österreichischen Mobilfunkbetreiber abgerechnet. (Quelle: RTR)

Die am 30. Juni 2009 neu beschlossene Roaming Verordnung wird zumindest bis zum 30. Juni 2012 gelten. Sie besagt hinsichtlich der Roaming Entgelte innerhalb der EU, dass

beginnend mit dem 1. Juli 2009

  • aktive Telefonate (wenn man also selbst einen Anruf tätigt) maximal 0,43 Euro exkl. USt. (51,6 Cent inkl. USt.) kosten dürfen,
  • passive Telefonate (wenn man angerufen wird) maximal 0,19 Euro exkl. USt. (22,8 Cent inkl. USt.) kosten dürfen,
  • Entgelte bis zum 1. Juli 2011 nach und nach gesenkt werden sollen.

Beginnend mit dem 1. Juli 2010 dürfen

  • aktive Telefonate maximal 0,39 Euro exkl. USt. (46,8 Cent inkl. USt.) kosten,
  • passive Telefonate maximal 0,15 Euro exkl. USt. (18 Cent inkl. USt.) kosten.

Beginnend mit dem 1. Juli 2011 dürfen

  • aktive Telefonate maximal 0,35 Euro exkl. USt. (42 Cent inkl. USt.) kosten,
  • passive Telefonate maximal 0,11 Euro exkl. USt. (13,2 Cent inkl.) USt. kosten.

Für mehr und genauere Informationen siehe Roamingrichtlinien in der EU ab 30. Juni 2009.

News zu Roaming im Ausland:

Infos zum Wettstreit um Preise für mobiles Internet im Urlaub finden sich auf money.oe24.at.

Roaming wird von vielen nach wie vor als zu teuer wahrgenommen (trotz der EU-weiten Einigung und den eigentlich günstigen Tarifen). Schließlich sorgen Roaming Kotsen nach wie vor dafür, dass sich Kunden beim Telefonieren im Ausland zurückhaltend zeigen. Über Weiteres berichtet Die Presse.

Dass sich Menschen auf Reisen ernsthaft Gedanken wegen der aufkommenden Roamingkosten machen, bewirkt, dass sie das Handy kaum benützen und wenn nur mit einem flauen Gefühl. Nur ein geringer Prozentsatz der Reisenden erachtet die Preise für Roaming als gerechtfertigt und verwendet das Handy nahezu bedenkenlos im Ausland. Im Folgenden eine Studie zum Handy und Surf Verhalten von Europäern auf der Reise.


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  1. [...] Zu diesen Partnerländern zählen etwa Italien, Dänemark oder Schweden. Über die EU-Richtlinien für Roaming ab 2009 haben wir bereits [...]

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